Tessin per E-Bike
Am nächsten Tag holen wir am Bahnhof in Locarno E-Bikes und radeln dem See und der Maggia entlang zum Badeort Ponte Brolla und geniessen hier die Landschaft und das angenehm kühle Wasser.

Auf die E-Bikes fertig los!

Ponte rosso über die Melezza
Am Mittag lassen wir uns in der Grotto America verwöhnen. Welches zu einem der wichtigsten Treffpunkte der Region gehörte, an dem die Auswanderer zusammenkamen, um sich auf den Weg nach Genua zu machen, in der Hoffnung, von dort aus nach Nordamerika in See stechen zu können.

War das lecker...
Nach dem wir im Grotto ein Vesperplättli von zweimal 1.80 m mit weissem butterzartem Speck und dazu Polenta Rosso integrale unsere Gaumen verwöhnten und Rolf vergeblich versuchte den Weinkonsum auf später zu verschieben, fuhren wir über Locarno nach Mergoscia zur Azienda vitivinicola biologica ‘Ca di Cìser’ von Christoph und Carolina Stürm.

Fast geschafft!
Den Hof hatten sie ein Jahr zuvor von Tankred dem Sohn von Ernst Götsch, dem Gründer des syntropischen Agroforst, übernommen. Mit einem Verjus wurden wir willkommen geheissen und schauten uns die Reben auf einigen seiner 50 Flächen an. Sie bauen vor allem Americana Trauben an. Zu Teil auf Stein Dächern und vielen kleinen Parzellen am Hang. Die Reben werden etwa auf 2 m gezogen und die Engadiner Schafe halten darunter das Gras kurz.

Reben und Bäume
Carolina und Christoph Stürm verwöhnen uns mit Melonensalat und allen möglichen selbstgebackenen Köstlichkeiten. Dazu durften wir einige Weine und Süssmost und Traubensaft verkosten. Der Geruch und Geschmack nach Walderdbeeren und Holunder war herrlich, die starke Säure aber ziemlich gewöhnungsbedürftig. Wir fingen natürlich sofort an zu panschen. Gemischt mit Traubensaft war die Säure dann angenehmer.

Blick von der Terasse über Mergoscia auf den Lago di Vogorno
Nachdem wir die Weinbestellung geregelt hatten fuhren wir mit den Biks zurück. Chrigu hatte jedoch Pech mit seinem E- Mountainbike. Es hatte einen Schaden und wir konnten es nicht reparieren. Er konnte es nur noch rollen lassen. Zum Glück ging es meist runter.
Bericht von Rolf.